Sozialhilfe im Alter bzw. Senioren-Sozialhilfe

Wie bereits unter dem Stichpunkt "Heimvertrag" angesprochen, reichen in den meisten Fällen das eigene Vermögen und die eigenen Einkünfte, z.B. die Rente, und die Leistungen der Pflegeversicherung nicht aus, um die Kosten abzudecken, die bei einem Aufenthalt in einem Seniorenheim bzw. Senioren-Pflegeheim aufzubringen sind. Daher werden immer mehr Menschen im Alter und bei Pflegebedürftigkeit Sozialhilfeempfänger.

Während dies früher jedoch oft mit dem Begriff der Armut verbunden wurde und eher die Ausnahme bildete, wird dies gerade durch die hohen und immer weiter steigenden Kosten der stationären Pflege mehr und mehr zum Normalfall.

Gerade Senioren sollten sich daher rechtzeitig über die Voraussetzungen informieren, die nach dem Sozialgesetzbuch XII erfüllt sein müssen, um ergänzende Sozialhilfe in Anspruch nehmen können. Nur so lässt sich rechtzeitig feststellen, ob und wie das vorhandene Vermögen geschützt werden kann, damit es nicht bis zur geringen Freibetragsgrenze für den Aufenthalt im Seniorenheim oder Pflegeheim verbraucht werden muss.

Sozialhilfe im Alter und bei Behinderung spielt jedoch auch dann eine immer größere Rolle, wenn der Betreffende noch im eigenen Haushalt lebt, gerade dann, wenn das Vermögen in einer selbstgenutzten Immobilie besteht und die Rente sehr gering ist. Die Leistungen der Sozialhilfe im Alter, die Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung, umfassen u.a. die Kosten einer angemessenen Unterkunft und der Heizung als auch den Regelsatz, aus dem die sonstigen Aufwendungen z.B. für Kleidung, persönlichen Bedarf etc. bestritten werden.