Das Fahren mit dem Tandem-Fahrrad

Dass auf einem Tandem-Fahrrad zwei Personen hintereinander sitzend das selbe Ziel anstreben ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass der Vordermann als Pilot oder Kapitän, und der Hintermann als Stoker oder Heizer bezeichnet werden.

Der Vorteil des Tandems ist einleuchtend. Das gemeinsame in die Pedalen treten bei nur einem Rollwiderstand ist kraftsparend. Zudem kann die Rollenverteilung spaßig sein. Beim Tandem-Fahrrad kann jederzeit einer der beiden Mal pausieren während der andere noch Kraft hat. Dies bietet den Vorteil, dass zwei unterschiedlich belastbare Menschen zusammen Fahrradfahren können. Das heißt, dass zwei unterschiedlich leistungsfähige Fahrer gemeinsam Strecken bewältigen können, die der schwächere der beiden auf einem eigenen Fahrrad vielleicht nicht geschafft hätten.

Ein Tandem ermöglicht auch behinderten, insbesondere sehbehinderten Menschen, ein aktives Radfahren, da sie als Hintermann (Heizer oder Stoker) mitfahren können. Nicht zuletzt ist die Kommunikation auf einem Tandem leichter als auf zwei einzelnen Fahrrädern.

Funktionsweise: Die Kraftübertragung des Lenkenden erfolgt über eine zusätzliche Synchronkette und zwei zusätzliche Kettenblätter auf das hintere Tretlager. Aufgrund der höheren Belastung müssen viele Teile eines Tandems besonders stabil sein.

Der Nachteil eines Tandem-Fahrrads ist mit Sicherheit seine Größe. Sowohl mit der Bahn, als auch mit PKW ist es schwieriger zu transportieren als gewöhnliche Fahrräder.