Achtung, Senioren haben Autos!

Vor Jahren schon, am 15.07.1999, berichtete der Mannheimer Morgen, dass Dekra und TÜV sich dafür aussprechen, Führerschein-Besitzer ab dem 50. Lebenjahr zu verpflichten, sich alle 5 Jahre einem erneuten Sehtest zu unterziehen. Die Überlegung war seinerzeit schon nicht neu und stößt auch immer wieder auf regen Zuspruch in der jüngeren Bevölkerung. Bezeichnen die Führerschein-Frischlinge die motorisierten Senioren doch allzu gerne als "Verkehrsflussreduzierer" oder "Bremslichtverbraucher".

4 Wochen später, am 09.06.1999, schreibt der Mannheimer Morgen, dass Dr. Bernhard Schlag von der TH Dresden davon ausgeht, dass weniger die nachlassende Sehfähigkeit der Senioren zu Fehlverhalten im Straßenverkehr führt, als eher das immer hektischere Verkehrsgeschehen. Die Pressesprecher der Automobilbranche stimmen in Bezug auf die Sehfähigkeit der Senioren natürlich mit ein. Wichtig sei es, ein gut funktionsfähiges und auf den "Senior" abgestimmtes Auto zu fahren, als einen kostenpflichtigen Sehtest vorzuschreiben - verständliche Meinung. Hirnforscher, die sich mit den Reaktionszeiten des Menschen beschäftigen, haben die Multitaskingfähigkeit der Senioren als Problemzone ausgemacht und empfehlen daher gar ein Automatikgetriebe.

 
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