Mannheims Nachtleben - alt aber nicht tot

Von wegen Mannheims Senioren gehen abends nur ins Nationaltheater !

Das Mannheimer Nachtleben entstand ja nicht zufällig letztes Silvester oder auf dem Reisbrett eines Mannheimer Stadtplaners.
Es ist gewachsen und wurde von Mannheimern geprägt. Nicht zuletzt von den Mannheimern, die heute zu den Mannheimer Senioren zählen. Und warum sollten die nicht mehr ausgehen?

Mannheim ist nach wie vor ein Schmelztiegel internationaler Musikstile.
So war unsere Quadratestadt die Wiege des deutschen Jazz und erfreut sich heute noch einer guten Musik-Szene in diesem und anderen Bereichen. Jim Kahr, King Pin Meh, Jeff Harrisen Band, alle hatten sie mehr oder weniger ihre Heimat hier. Billy Cobham, seines Zeichens der größte Jazz-Drummer des vergangenen Jahrhunderts, verzichtete auf keiner seiner wenigen Konzerttourneen auch hier aufzutreten. Oder denken wir an den heutigen Leiter der Mannheimer Popakademie, Prof. Udo Dahmen. Er trommelte in den 70er und 80ern bei vielen Konzerten der legendären Deutschrock-Band Kraan zusammen mit dem Bassisten Helmut Hattler die Mannheimer Deutschrock-Fans in Extase. Nicht umsonst ist Mannheim heute die Heimat von Xavier Naidoo und Laith Al-Deen und eine Heimstätte des deutschen Soul und Hip Hop.

Aber nicht nur wegen der Musik allein ist Mannheim den nächtlichen Ausgang wert. Die Stadtverwaltung schreibt auf ihrer Homepage mit berechtigten Stolz, dass Mannheim "eine beeindruckende Thekendichte" und "eine der lebhaftesten deutschen Clubszenen" hat. Zwar sind einige davon schon nicht mehr da, wie Brittas Jazzclub oder das Schwoorz mit seinem jazzverliebten Barkeeper Enzo hinter dem Tresen. Aber es ist auch vieles nachgewachsen, was es zu entdecken gilt. Laufen Sie los, kehren Sie ein und machen Sie sich ein Bild vom Mannheimer Nachtleben.

Viel Spaß !

 

Anmerkung: Kleine Anekdote zum Thema Raucherkneipe in Mannheim: > Blog-Beitrag <