Was ist Feng Shui? Und wo in Mannheim?

Feng Shui

Feng Shui bedeutet Wind und Wasser, kann mit oder ohne Bindestrich geschrieben werden und kommt aus dem Chinesischen. Es ist Bestandteil der daoistischen Philosophie, welche eine Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung anstrebt. Erreicht wird dies hauptsächlich durch eine spezielle Gestaltung des Lebensraumes (Gebäude, Wohnung, Garten) unter Einbeziehung der Himmelsrichtungen. Feng Shui sieht die Gütigstimmung der Geister von Wasser und Luft als wichtig und erstrebenswert an.

In unseren Gefilden wird Feng Shui hauptsächlich im Bereich Inneneinrichtung/Innenarchitektur und in der Gestaltung von Gartenanlagen eingesetzt. Leider zu selten schon im Vorfeld der Planungen, um ein gutes Fließen des Qi für später zu garantieren (vermeiden von Energie-Verstockungen).
Aber auch wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, das Gebäude bereits steht und Mauern, Stahlträger, Fensteröffnungen vorgegeben sind, kann ein guter Feng-Shui-Berater noch einiges bewirken.

Interessant ist das seit einigen Jahren zu beobachtende Ineinanderfließen des traditionellen Feng-Shui mit Ansichten der Esoterik und der ebenfalls erkenntnishungrigen New-Age-Bewegung. Die daraus resultierende "Mischlehre" legt ihren Schwerpunkt in die Harmonie des einzelnen Raumes. Von Spöttern wird man spaßhaft auch schon mal als Feng-Shui-Anhänger bezeichnet, nur weil man seinen Schrank in eine andere Ecke geschoben hat. Teilweise verständlich, hat sich die Menschheit doch schon immer mit nicht mess- und beweisbaren Dingen schwer getan - von den teilweise viel fraglicheren und gefährlicheren 1-Gott-Religionen mal abgesehen.

Eine Art Vereinheitlichung des nun entstandenen "Neo"-Feng-Shui geschah, als ein gewisser Lin Yun im Jahre 1986 in Kalifornien die Church-of-Black-Sect-Tantric-Buddhism ins Leben rief. Ein etwas irreführender Name für einen Raumgestaltungs-Leitfaden. Mit eingeflochten sind auch die Theorien zu den Themen Raumfarben, Duft und der energetische Einfluss von Kristallen. Hilfs- und Arbeitsmittel sind diverse Steine, Windspiele, Zimmer-Brunnen, farbige Deko und sogar Bilder von fließendem Wasser. Das hauptsächlich Unterscheidende ist, dass das "neue" Feng-Shui nicht mehr die Himmelsrichtungen für die Ausrichtung der Raumgestaltung einsetzt, sondern den Eingang (Tür) von Haus oder Raum.

Was passiert bei einer Feng-Shui-Beratung?
Liest man sich die Homepages der verschiedenen Berater mal durch, springt einem gleich eine betonte Ernsthaftigkeit ins Auge. Der Besuch des Feng-Shui-Beraters hört sich an wie der Ortstermin eines Immobilien-Sachverständigen. Es ist die Sprache von einer ausführlichen Diagnose des Gebäudes, der Räume und des Gartens. Es werden Unterlagen wie amtlicher Lageplan, Grundrisspläne und Rechnungen der letzten Renovierungen benötigt. Aber auch die Anzahl der Bewohner des Hauses und deren Geburtsdaten. Das Fazit ist aber bei allen Beratern gleich, das Wohlbefinden der Bewohner ist das unbedingte Ziel - und das macht sie einem dann doch sympatisch.

Es wird nie einen Beweis geben, dass eine Feng-Shui-Beratung unbedingt nötig ist. Aber wenn sie einer verbesserten Wohnsituation dient, gut tut und das Wohlbefinden steigert, spricht wirklich nichts dagegen.