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Auswahl-Kriterien für ein geeignetes Seniorenheim

Wenn die Entscheidung ansteht, die bisherige Wohnung in Mannheim aufzugeben und in ein Altenheim/Seniorenheim zu ziehen, stellt sich die Frage: Woran erkenne ich ein gutes Heim? Wie finde ich das Heim, das meinen persönlichen Anforderungen am besten gerecht wird? Angesichts von zum Teil langen Wartezeiten sollte man sich rechtzeitig mit der Frage befassen, in welches Heim man im Bedarfsfall gehen möchte.
Die stationären Einrichtungen der Altenpflege stehen in immer stärker werdender Konkurrenz zueinander und müssen sich heutzutage etwas einfallen lassen, um ihre Stellung am Markt zu behaupten. Dies bietet Ihnen als Kunde die Möglichkeit, Leistungen und Preise zu vergleichen, um das für Sie optimale Heim auszusuchen.


Im Folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Punkte aufgeführt, die Sie bei der Auswahl der passenden Wohn-Einrichtung in Mannheim beachten sollten:


Örtliche Lage des Seniorenheims: Ist die Einrichtung in der Nähe von Ärzten, Apotheken, einem Krankenhaus und kulturellen Einrichtungen gelegen? Kann sie von Angehörigen und Besuchern gut erreicht werden? Sind Bus- oder Straßenbahnhaltestellen in der Nähe? Liegt das Seniorenheim an einer viel befahrenen Straße und ist mit Lärmbelästigung zu rechnen?


Qualität der Hotelleistungen im Seniorenheim: Unter den Hotelleistungen wird die Unterkunft und die Verpflegung verstanden. Sind die Zimmer ansprechend gestaltet? Sind die Räume senioren- und behindertengerecht ausgestattet? Haben WC und Dusche Haltegriffe? Ist der Raum groß genug, um ggf. auch im Rollstuhl befahren zu werden? Ist ein Balkon vorhanden, auf den man sich im Sommer an die frische Luft setzen kann? Ist das Bett höhenverstellbar? Ist die Einrichtung insgesamt gepflegt und in einem guten baulichen Zustand? Sind alle Räume (Speisesaal, Cafeteria, Therapieräume, Verwaltung, Freizeitgestaltung etc.) barrierefrei zu erreichen, also auch mit Gehwagen (Rollator) und Rollstuhl problemlos zu begehen? Ist ein Garten vorhanden, in dem man spazieren gehen kann und sind die Gehwege gepflegt und ohne Stolperfallen für Gehbehinderte?


Personelle Ausstattung des Seniorenheims: Wie ist das Zahlenverhältnis zwischen Pflegekräften und Bewohnern? Gibt es auf jedem Wohnbereich examinierte Pflegekräfte oder wird die Arbeit überwiegend von ungelernten Hilfskräften erledigt? Wie ist die Nachtwache personell besetzt? Wie viele Personen arbeiten nachts und wie sind sie qualifiziert? Gibt es einen professionellen Sozialdienst mit Sozialpädagogen oder Sozialarbeitern, der behilflich ist beim Umgang mit Behörden und der die Pflegekräfte unterstützt?


Die Verpflegung im Seniorenheim: Bei der Verpflegung sollte man darauf achten, dass die angebotenen Mahlzeiten seniorengerecht sind. Wie viele Mahlzeiten werden pro Tag angeboten? Gibt es auch am Nachmittag täglich eine Kleinigkeit, z.B. Kaffee und Kuchen? Gibt es eine Auswahlmöglichkeit bei Frühstück, Mittagessen und Abendessen? Hängen wöchentliche Speisepläne aus? Wird Sonderkost für Diabetiker angeboten? Und natürlich: Wie schmeckt das Essen?


Freizeitaktivitäten im Seniorenheim: Gibt es ein regelmäßiges, abwechslungsreiches Wochenprogramm? Finden Saisonfeste wie Weihnachtsfeier, Oster- und Sommerfest statt? Können auch meine Angehörige daran teilnehmen? Gibt es Beschäftigungsangebote für spezielle Bewohnergruppen, z.B. Dementen-Gruppen und Schlaganfall-Patienten, Sehbehinderte und Rollstuhlfahrer oder Aktivitäten für besonders rüstige Bewohner? Welche Möglichkeiten gibt es für die Senioren, an Aktivitäten außerhalb des Seniorenheims, z.B. begleitete Spaziergänge und Ausflüge teilzunehmen? Gibt es eine eigene Heimzeitung, die regelmäßig über die Aktivitäten im Haus informiert und für Unterhaltung sorgt? Haben die Bewohner des Seniorenheims auf Wunsch auch Internet? Wer ist verantwortlich für die Durchführung der Freizeitgestaltung und der Aktivierungsmaßnahmen? Ist hierfür besonders geschultes Personal , z.B. Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Beschäftigungstherapeuten vorhanden, die dies hauptamtlich tun oder wird diese Tätigkeit von Pflegekräften oder gar von Laien nur nebenher geleistet?


Welche Philosophie vertritt das Haus? Existiert überhaupt ein ausformuliertes Pflegeleitbild, das die wesentlichen Pflegeziele dokumentiert und die Mittel, mit denen es in der Praxis verwirklicht wird, oder „wurstelt“ die Einrichtung nur so vor sich hin? Stimmt die Selbstdarstellung der Einrichtung in ihrem Info-Material mit der Wirklichkeit überein oder wird für Werbung viel, für die Bewohner jedoch wenig Geld ausgegeben?


Kann das Haus Qualitätszertifikate aufweisen? Der Begriff des Qualitätsmanagements hat mittlerweile längst in der stationären Pflege Eingang gefunden. Neutrale Institutionen wie z.B. der Pflege-TÜV vergeben Zertifikate an solche Einrichtungen, die sich regelmäßig externen Qualitätskontrollen unterziehen. Wie werden Anregungen und Beschwerden seitens der Bewohner und der Angehörigen aufgenommen? Gibt es ein geregeltes Beschwerdemanagement und einen verantwortlichen Ansprechpartner für Kritik?


Kooperationspartner des Seniorenheims: Findet eine gute Zusammenarbeit statt mit externen Diensten wie Ärzten, Apotheken, Krankengymnasten, Frisör, Fußpflege und dem Besuchsdienst der Kirchengemeinde?


Zusammenarbeit mit den Angehörigen der Senioren: Wie werden die Angehörigen beteiligt? Gibt es regelmäßige Angehörigentreffen, in denen diese gemeinsam mit den Bewohnern, den Pflegekräften, Mitarbeitern der Verwaltung und des Sozialdienstes anstehende Themen besprechen und Verbesserungsvorschläge anbringen können?


Kosten und Verwaltung des Heims: Ist der Heimvertrag transparent und  verständlich? Werden die einzelnen Kosten (Unterkunft und Verpflegung, Pflege und Sonderleistungen wie Telefon und Einbettzimmer) gesondert aufgeschlüsselt? Werden die Kosten, die Sie nicht aus Ihrem eigenen Einkommen (Rente, Leistungen der Pflegeversicherung) vom Sozialamt übernommen? Werden Sie von den Mitarbeitern der Verwaltung gut informiert und auch gegenüber Behörden wie der Pflegeversicherung und dem Sozialamt unterstützt?


Persönlicher Eindruck: Unsere oben genannte Checkliste liefert Ihnen zwar die wichtigsten Anhaltspunkte, an denen Sie sich bei der Auswahl Ihres Heims orientieren können. Letzten Endes entscheidend wird jedoch auch Ihr ganz persönlicher Eindruck von der Einrichtung sein: Wie sieht das Haus und die Zimmer und der Garten aus? Ist das Personal sympathisch und offen für Ihre Fragen? Wie schmeckt das Essen? Wie riecht es in der Einrichtung und welcher Geräuschpegel herrscht dort? Wirken die Bewohner zufrieden? Was sagen die Bewohner selbst zu dem Heim? Welchen Ruf hat das Haus bei den Angehörigen und in der Nachbarschaft?