Die häusliche Pflege durch Pflegedienste oder die Familie

Eine häusliche Pflege, auch ambulante Pflege genannt, ermöglicht pflegebedürftigen Senioren, in ihrem familiären Umfeld oder angestammten Wohnung versorgt zu werden, was diese in der Regel einer stationärer Pflege, also Unterbringung in einem Pflegeheim oder Krankenhaus, bevorzugen - auch wenn dieses Pflegeheim in Mannheim sein sollte.

In den gesetzlichen Bestimmungen zur häuslichen Pflege im SGB 11 und im SGB 12 (SozialGesetzBuch) hat häusliche Pflege stets Vorrang vor stationärer Pflege. Häusliche Pflege kann von Familienangehörigen oder anderen Personen aus dem sozialen Umfeld des Pflegebedürftigen geleistet werden, auch wenn diese Pflegepersonen (Pflege-Angehörige) keine hierzu anerkannte Ausbildung haben. Professionelle ambulante Pflegedienste oder Sozialstationen unterstützen und entlasten gegen Entgelt die familiären Pfleger und Pflegerinnen in ihrer Pflegetätigkeit. In Deutschland kann auf Antrag bei der Pflegekasse durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung eine der 3 Pflegestufen zuerkannt werden, wodurch Leistungsansprüche an die Pflegeversicherung entstehen.

Wird die häusliche Pflege von Angehörigen oder sonstigen Privatpersonen durchgeführt, zahlt die Pflegekasse ein pauschales Pflegegeld an die pflegebedürftige Person, die in Bezug auf die Verwendung des Geldes ungebunden ist. Die teilweise häusliche Pflege durch Pflegedienste hingegen gilt als eine Sachleistung der Pflegeversicherung. Deren Bezahlung bis zur monatlichen Maximalgrenze regeln Pflegekasse und der ambulante Pflegedienst dann direkt miteinander. Dadurch kann es natürlich passieren, dass die pflegenden Angehörigen keine Entschädigung bzw. kein Pflegegeld mehr erhalten - je nachdem wieviel der Pflegedienst kostet bzw. an Pflege erbringt.