Selbstmedikation - Medikamente selbst verordnet

Als Selbstmedikation wird eine eigenmächtige Behandlung von Krankheiten und Symptomen durch Einnahme von Medikamenten oder Heilmitteln bezeichnet, die ohne vorherige Rücksprache mit einem Arzt, Facharzt oder Heilpraktiker stattfindet. Besonders häufig ist diese Form der Medikation bei sogenannten Alltagsbeschwerden, wie Kopfschmerzen, Erkältungen, Durchfall oder Übelkeit.

Zur Selbstmedikation werden hauptsächlich rezeptfreie Medikamente, aber auch alt überlieferte Hausmittel verwendet.

 

Der 1987 ermordete jamaikanische Reggae-Sänger Peter Tosh beschrieb seine Selbstmedikation auf seiner LP "Legalize it" einst wie folgt:
"It's good for the flu. It's good for asthma. Good for tuberculosis."
(Es ist gut gegen Grippe. Es ist gut gegen Asthma. Gut gegen Tuberkulose.)
Natürlich sang er von seinem "speziellen" Hausmittel, dem Cannabis bzw. Marihuana. Der darin enthaltene Wirkstoff THC wird in verschiedenen Formen (auch in seiner natürlichen Form) seit Kurzem sogar von Ärzten verordnet.

Egal wie man es dreht und wendet. Richtig ist, dass von einer eigenmächtigen Einnahme oder Anwendung von Heilmitteln abgeraten wird. Gerade bei einer länger andauernden Einnahme von Medikamenten oder natürlich vorkommenden Heilmitteln ist ärztlicher Rat einzuholen. Nicht umsonst werden die Hersteller von Medikamenten gezwungen in der Packungsbeilage: "Bei länger anhaltenden Beschwerden unbedingt den Arzt aufsuchen", usw. zu schreiben.

Das klassische Beispiel der Fehlmedikation finden wir bei der Einnahme von Antibiotika. Kaum tritt die erste Besserung ein, wird das Medikament vom Patienten eigenmächtig abgesetzt und der Rest der Medikamenten-Packung aufgehoben um für zukünftige ähnliche Beschwerden gewappnet zu sein. Ein großer Fehler, denn das Antibiotikum muss auch über die Besserung der subjektiven Beschwerden hinaus eingenommen werden. Ein Verstoss kann schwerwiegende Schäden verursachen. Die aus einem solchen Verhalten entstehenden Konsequenzen sind z. B. eine zunehmene Resistenzentwicklung in Bezug auf viele Keime. Ein verheerendes Ergebniss, wenn nur ein gut wirksames Antibiotikum Senioren vor einer tödlichen Lungenentzündung retten kann, dieses aber aufgrund von vorherigem Fehlbverhalten de facto unwirksam geworden ist.


Lösung:
Konsultieren Sie im Zweifelsfall immer ihren Arzt und hören Sie Sich seine Medikationsvorschläge an. Bringen sie ihre Rezepte und ihre Erfahrungen mit Standard-Medikamenten ins Gespräch.

Leitsatz:
Der Arzt erkennt das Problem - Sie kennen Ihren Körper.

 

 

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