Akupunktur - die Sache mit den Nadeln

Das Reizen von Akupunktur-Punkten ist eine der ältesten Heilmethoden der Menschheit. Durch gezielte Einstiche mit meist sehr feinen Nadeln an festgelegten Körperstellen werden Störungen und Beschwerden im Inneren des Körpers gelindert oder gar beseitigt.

Alle Akupunkturpunkte liegen auf Leitlinien, sogenannten Meridianen. Auf diesen Meridianen bewegt sich nach Auffassung der alten chinesischen Heilkunde die sogenannte Lebensenergie, das YIN und das YANG. Das Ziel ist ein Gleichgewicht dieser beiden energetischen Gegenpole zu erreichen. Ein Ungleichgewicht führt gemäß der Lehre auf Dauer zu Unwohlsein oder Krankheit.

Es gibt eine Reihe von Varianten, auf die Akupunkturpunkte einzuwirken. Wird in die Punkte mit feinen Nadeln gestochen ist es die klassische Akupunktur. Heutzutage kommen aber auch gezielte Wärme, z.B. durch Laser, oder auch Ultraschall zum Einsatz. Werden die Punkte durch Druck mit dem Finger oder einem kleinen Bambusstöckchen behandelt, nennt man es Akupressur.

Wenn man sich die Akupunkturpunkte rechts im Bild anschaut, kann einem schon mulmig bei dem Gedanken werden, dass dort mit Nadeln hineingestochen wird. Hierzu ist zu erwähnen, dass es sich bei der Akupunktur um spezielle, sehr feine Nadeln handelt, die um ein Vielfaches dünner sind als die Nadeln einer Spritze. Von Schmerzen kann hier also keine Rede sein. Es ist der Kopf, der uns hier beim Anblick der Nadeln einen Streich spielt. Gerade Kindern, die ab dem 10. Lebensjahr mit Akupunktur behandelt werden können, ist der Anblick von Nadeln keine Freude. Hier setzen die Ärzte oder Heilpraktiker oftmals den Akupunkturlaser ein.

Bei welchen Beschwerden wird Akupunktur eingesetzt
Schlafstörungen und chronische Müdigkeit, Abwehrschwächen, Allergien, Erkältungen, Angststörungen, Blasenerkrankungen, Spannungskopfschmerzen, Depressionen, Geburtsvorbereitung, Gelenkschmerzen, Heuschnupfen, Klimakterium, Gürtelrose, Kopfschmerzen, Lähmungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Zähneknirschen, Menstruationsbeschwerden, Sucht (Nikotin, Essen), Wirbelsäule und Rückenschmerzen, Schlafstörung, Schmerztherapie, Tennisarm, Asthma, Tinitus und Trigeminus-Neuralgie, Übergewicht, Verstopfung, Würgereflexe.
Dies ist nur eine umrissene Übersicht der Einsatzgebiete von Akupunktur. Genaueres erfahren Sie bei Ihrem Arzt oder Heilpraktiker (Akupunktur in Mannheim).

Ablauf einer Behandlung

Ein Akupunkturtermin dauert ca. 20-30 Minuten. Der Patient wird in eine entspannte Position (liegend oder sitzend) gebracht, in der er auch nach der Behandlung zur weiteren Entspannung noch etwas verweilt. Der Akupupunkturpunkt wird vor dem Einstich der Nadel leicht massiert um den Bereich der Haut zu entkrampfen. Erstes Gebot ist die möglichst geringe Zahl der Nadeln. Hier gilt nicht, Viel ist besser. Es ist selten, dass die Anzahl der Nadeln bzw. Stiche 16 übersteigt.
Eine komplette Therapie umfasst zwischen 10-15 Sitzungen.

Wer darf nicht behandelt werden

Menschen mit großflächigen Hautstörungen (Ekzeme, Dermatitis, Nesselsucht ...) oder Sensibilitäts- störungen der Haut (Polyneuropathien). Kinder unter 10 Jahren. Menschen mit sehr niedrigem Blutdruck und/oder Kollapsneigung. Epileptiker (Verletzungsgefahr bei Anfall). Elektro-Akupunktur sollte bei Epileptikern (der Strom kann Anfall auslösen) und Trägern von Herzschrittmachern nicht angewendet werden.

Wer bezahlt die Behandlung

Seit 01.01.2007 bezahlen alle gesetzlichen Krankenkassen gemäß einem Beschluss ihres Bundesausschusses Akupunktur im Rahmen einer Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder in den Knien (Gonarthrose). Die Behandlung von Kopfschmerzen und anderen Problemen hingegen nicht. Die meisten privaten Krankenversicherungen, Beihilfen und die Postbeamtenkrankenkasse bezahlen Akupunktur zur Behandlung von Schmerzen im Rahmen der Gebührenordnung für Ärzte. Ansonsten gilt Einzelfallentscheidung.